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Bauchspeicheldrüsenprobleme beim Hund verstehen

Pankreatitis
exokrine Insuffizienz
und Diabetes
richtig unterscheiden
Viele Hunde mit Bauchspeicheldrüsen-Problemen erhalten sehr schnell eine pauschale Diagnose – und häufig auch ein lebenslanges Diätfutter.
Doch die Bauchspeicheldrüse erfüllt im Körper mehrere völlig unterschiedliche Aufgaben.
Eine Entzündung des Organs
eine exokrine Insuffizienz
und eine hormonelle Störung
sind nicht dasselbe.
Wer diese Unterschiede versteht, kann den Stoffwechsel seines Hundes besser einordnen und gezielter unterstützen.
Bauchspeicheldrüse beim Hund:
Entzündung, Insuffizienz
und Verdauungsprobleme verstehen
Die Bauchspeicheldrüse spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel des Hundes. Trotzdem werden Erkrankungen dieses Organs häufig sehr pauschal zusammengefasst. Viele Hundehalter hören beim Tierarzt lediglich:
„Die Bauchspeicheldrüse ist krank.“
Doch tatsächlich muss man klar unterscheiden zwischen drei unterschiedlichen Problemen:
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
exokrine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (EPI)
endokrine Störungen der Bauchspeicheldrüse (z. B. Diabetes)
Diese Erkrankungen betreffen unterschiedliche Funktionen des Organs und entstehen oft aus ganz verschiedenen Ursachen.
Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Die zwei Funktionen der Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse hat zwei Aufgabenbereiche.
Exokrine Funktion – Verdauungsenzyme
Der exokrine Teil produziert Verdauungsenzyme, die in den Dünndarm abgegeben werden.
Diese Enzyme spalten:
Fette
Eiweiße
Kohlenhydrate
Wenn dieser Teil der Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend arbeitet, spricht man von einer exokrinen Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (EPI).
Die Nahrung kann dann nicht mehr vollständig verdaut werden.
Typische Symptome sind:
starker Hunger
Gewichtsverlust trotz Futter
große Kotmengen
übel riechender oder fettiger Kot
schlechte Nährstoffaufnahme
Endokrine Funktion – Hormonproduktion
Der zweite Teil der Bauchspeicheldrüse produziert Hormone.
Das wichtigste davon ist Insulin, welches den Blutzucker reguliert.
Wenn dieser Bereich gestört ist, entsteht Diabetes mellitus.
Typische Symptome sind:
vermehrtes Trinken
häufiges Urinieren
Gewichtsverlust
erhöhter Blutzucker
Bauchspeicheldrüsen-Entzündung
(Pankreatitis)
Neben diesen Funktionsstörungen kann sich auch das Organ selbst entzünden.
Bei einer Pankreatitis werden Verdauungsenzyme bereits in der Bauchspeicheldrüse aktiv, anstatt erst im Darm.
Dadurch entsteht eine Reizung und Entzündung des Gewebes.
Typische Symptome sind:
Bauchschmerzen
Erbrechen
Durchfall
Mattigkeit
Appetitlosigkeit
Man unterscheidet zwischen:
akuter Pankreatitis
chronischer Pankreatitis
Eine chronische Entzündung kann langfristig das Gewebe der Bauchspeicheldrüse schädigen und später auch zu einer exokrinen Insuffizienz führen.
Warum Bauchspeicheldrüsen-Probleme
selten isoliert entstehen
In der Praxis zeigt sich häufig ein anderes Bild.
Viele Hunde mit Bauchspeicheldrüsenproblemen hatten bereits lange vorher Verdauungsprobleme.
Zum Beispiel:
empfindliche Verdauung
wiederkehrende Durchfälle
Parasitenbefall im Junghundealter
häufige Medikamentengaben
stark verarbeitete Futtermittel
dauerhafte Belastung des Darms
Der Darm und die Bauchspeicheldrüse arbeiten eng zusammen.
Wenn der Verdauungstrakt über längere Zeit belastet wird, kann auch die Bauchspeicheldrüse überfordert werden.
Warum eine ganzheitliche Betrachtung wichtig ist
Bei Bauchspeicheldrüsenproblemen konzentriert sich die Therapie häufig ausschließlich auf einzelne Symptome.
Zum Beispiel:
fettreduziertes Diätfutter
Verdauungsenzyme
Medikamente
Doch in vielen Fällen lohnt es sich zusätzlich, den gesamten Verdauungstrakt und die Ernährung zu betrachten.
Dazu gehören:
die Qualität der Nahrung
die Belastung durch stark verarbeitete Futtermittel
die Darmgesundheit
die Zusammensetzung der Darmflora
Die Bauchspeicheldrüse ist ein sehr sensibles Stoffwechselorgan und reagiert stark auf langfristige Belastungen.
VIELE HÄUFIGE FRAGEN ZUR HUNDEERNÄHRUNG
HABE ICH HIER ZUSAMMENGEFASST