STOFFWECHSEL HUND
STOFFWECHSEL HUND EINFACH ERKLÄRT
Viele gesundheitliche Probleme beim Hund entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend über einen längeren Zeitraum. Häufig zeigt der Körper erst dann Symptome, wenn einzelne Organe bereits länger überfordert sind.
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Um zu verstehen, warum Ernährung einen so großen Einfluss auf Verdauung, Haut, Energielevel und allgemeines Wohlbefinden hat, hilft ein einfacher Blick auf den Stoffwechsel des Hundes – ganz ohne Fachbegriffe und ohne medizinisches Vorwissen.
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Dabei geht es nicht darum, eine bestimmte Fütterungsform vorzuschreiben. Viel wichtiger ist zu verstehen, wie der Hundekörper Nahrung verarbeitet, welche Organe beteiligt sind und warum minderwertige oder ungeeignete Nahrung diese Prozesse langfristig belasten kann.
Dieses Grundverständnis hilft dabei, Symptome besser einzuordnen und Entscheidungen bewusster zu treffen – immer mit dem Ziel, den individuellen Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden.
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MAGEN
der erste Filter​
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Aufgabe:
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Vorverdauung, Keimabwehr
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Problem bei minderwertigem Futter:
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stark verarbeitete Zutaten
schwer verdaulich
unnötige Belastung
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Folge:
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Übersäuerung
zu wenig Magensäure
Erbrechen
ständiger Hunger oder Appetitlosigkeit
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Wichtig:
​Nicht „der Magen ist krank“, sondern überfordert

DÜNNDARM
die Nährstoffzentrale​
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Hier entscheidet sich:
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was aufgenommen wird
was verwertet wird
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Minderwertige Nahrung:
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viele leere Füllstoffe
wenig bioverfügbare Nährstoffe
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Folge:
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Mängel trotz „voller Schüssel“
Hautprobleme
Immunschwäche
​Viele häufige Fragen zur Hundeernährung habe ich hier zusammengefasst: → FAQ

BAUCHSPEICHELDRÜSE - PANKREAS
mehr als nur Fettverdauung
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Die Bauchspeicheldrüse hat zwei zentrale Aufgaben:
sie produziert Verdauungsenzyme (für Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate)
sie reguliert über Insulin den Blutzuckerspiegel
Ein häufig unterschätzter Belastungsfaktor ist ein zu hoher Kohlenhydratanteil im Futter. Werden dauerhaft viele schnell verfügbare Kohlenhydrate gefüttert, muss die Bauchspeichel-drüse ständig Insulin ausschütten, um den Blutzucker zu regulieren. Was passiert dabei?
der Blutzucker schwankt stark
die Insulinproduktion läuft dauerhaft auf Hochtouren
die Bauchspeicheldrüse wird langfristig überfordert
Mögliche Folgen:
Stoffwechselentgleisungen
Leistungseinbruch
Verdauungsprobleme
im späteren Verlauf eine Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse
Wichtig zu verstehen ist: Nicht nur Fett, sondern auch dauerhaft ungeeignete Kohlenhydratmengen können die Bauchspeicheldrüse stark belasten.

LEBER
Entgiftung, Stoffwechsel und Juckreiz
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Die Leber ist eines der zentralsten Organe im Stoffwechsel. Sie filtert, speichert, wandelt um und entgiftet alles, was über die Nahrung aufgenommen wird.
Minderwertige Nahrung, Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder schwer verwertbare Inhaltsstoffe bedeuten für die Leber Dauerarbeit.
Was viele nicht wissen: Juckreiz ist oft der „Schmerz der Leber“.
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Wenn die Leber überlastet ist und Stoffwechselabbauprodukte nicht mehr optimal verarbeitet werden können, versucht der Körper, diese über die Haut auszuscheiden.
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Typische Anzeichen können sein:
Juckreiz ohne klare allergische Ursache
Lecken, Knabbern, Kratzen
stumpfes Fell
Unruhe
Das Problem liegt dabei häufig nicht primär in der Haut, sondern tiefer im Stoffwechsel – bei der Leber.
Weitere Antworten rund um Futterqualität und individuelle Beratung findest Du hier → FAQ

DICKDARM
Balance und Ausscheidung
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Aufgabe:
​Wasserhaushalt
Darmflora
Belastung durch:
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Zusatzstoffe
Zucker
minderwertige Proteine
Folge:
Blähungen
weicher Kot
Analdrüsenprobleme

NIEREN
Ausscheidung und Regulation
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Belastung durch:
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minderwertige Proteine
Trockenfutter
Abfallstoffe
Folge:
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schleichende Überforderung
gerade bei älteren Hunden relevant
GENAU HIER SETZT MEINE BERATUNG AN
Nicht mit pauschalen Empfehlungen,
sondern mit dem Blick auf den individuellen Stoffwechsel des Hundes.
Barf ist eine Möglichkeit – aber nicht die einzige.
Der Körper eines Hundes versucht lange, Ungleichgewichte auszugleichen und Belastungen zu kompensieren. Erst wenn diese Anpassungsfähigkeit erschöpft ist, zeigen sich Symptome wie Verdauungsprobleme, Juckreiz, Hautveränderungen oder Energielosigkeit. Ernährung ist deshalb kein starres Konzept und kein Dogma. Entscheidend ist, wie gut der individuelle Hund die Nahrung verarbeiten, verwerten und regulieren kann. Barf ist eine Möglichkeit – aber nicht die einzige. Eine gesunde Ernährung beginnt nicht mit einer pauschalen Empfehlung, sondern mit dem Verständnis für den Stoffwechsel und den Blick auf den ganzen Hund.
