WURMKUR HUND - WAS ICH DARÜBER DENKE

WAS ICH ÜBER PROPHYLAKTISCHE WURMKUREN DENKE
Warum ich gegen prophylaktische Wurmkuren bin
Aufklärung statt Angst – Verantwortung statt Routine
Prophylaktische Wurmkuren gehören heute für viele Hunde „einfach dazu“.
Alle paar Wochen.
Ohne Symptome. Ohne Nachweis. Oft aus reiner Vorsicht.
Und genau hier lohnt es sich, kurz innezuhalten.
Prophylaktisch entwurmen – geht das überhaupt?
Würmer sind keine Dauerzustände, sondern Infektionen.
Das bedeutet:
MAN KANN WÜRMER NICHT VORBEUGEND ABTÖTEN- WENN GAR KEINE DA SIND !
Eine Wurmkur:
schützt nicht vor einer zukünftigen Infektion
wirkt nur gegen vorhandene Parasiten
hat keine Langzeitprophylaxe
Was sie jedoch sehr zuverlässig tut:
den Stoffwechsel und die Darmflora belasten
EIN GESCHÄFT MIT DER ANGST ?
Viele Empfehlungen beruhen auf Aussagen wie:
„Zur Sicherheit“
„Man weiss ja nie“
„Besser regelmässig als zu spät“
Angst ist ein starker Motivator.
Aber Angst ist kein medizinisches Konzept.
Gerade heute wird teilweise:
alle 4–5 Wochen entwurmt
unabhängig von Alter, Lebensweise oder Exposition
ohne vorherige Abklärung, ob überhaupt ein Befall vorliegt
Das wirft eine berechtigte Frage auf:
WARUM BEHANDELN WIR ETWAS, DAS WIR NICHT NACHGEWIESEN HABEN ?
Was eine Wurmkur im Körper tatsächlich macht
Wurmkuren sind keine harmlosen Kräuter.
Es handelt sich um chemische Substanzen, die gezielt Organismen abtöten sollen.
Diese Substanzen:
unterscheiden nicht zwischen „gut“ und „schlecht“
belasten den gesamten Stoffwechsel
müssen verstoffwechselt und ausgeschieden werden
Und genau hier kommen die Stoffwechselorgane ins Spiel.
Belastung des Darms
Der Darm ist immer direkt betroffen.
Mögliche Folgen:
Schädigung der Darmflora
Verschiebung des mikrobiellen Gleichgewichts
erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut
langfristig: Unverträglichkeiten, Verdauungsprobleme, Immunschwäche
Eine gesunde Darmflora ist die beste natürliche Abwehr – auch gegen Parasiten.
Belastung der Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse reagiert sensibel auf:
chemische Reize
wiederholte Belastung
Stoffwechselstress
Regelmässige Wurmkuren bedeuten:
zusätzliche Entgiftungsarbeit
Störung der Verdauungsenzyme
Stress für den gesamten Verdauungsprozess
Gerade bei empfindlichen oder vorbelasteten Hunden ist das nicht zu unterschätzen.
Belastung der Leber
Die Leber ist das zentrale Entgiftungsorgan.
Alles, was nicht natürlich ist:
Medikamente
chemische Substanzen
prophylaktische Wirkstoffe
muss über die Leber verstoffwechselt werden.
Wiederholte Wurmkuren:
erhöhen die Entgiftungslast
können langfristig die Regulationsfähigkeit schwächen
stehen häufig im Zusammenhang mit Hautproblemen, Juckreiz oder Mattigkeit
Belastung der Niere
Was die Leber nicht abbaut, wird über die Niere ausgeschieden.
Die Niere:
filtert Abbauprodukte
reagiert empfindlich auf chemische Belastung
arbeitet still – oft über Jahre, bevor Probleme sichtbar werden
Prophylaktische Medikamentengaben ohne Notwendigkeit bedeuten:
unnötige Filterarbeit für ein Organ, das nicht regenerierbar ist
WAS IST DIE ALTERNATIVE ?
Aufklärung heisst nicht „nichts tun“.
Sinnvolle Alternativen sind:
gezielte Kotuntersuchungen
individuelle Einschätzung von Lebensweise und Risiko
Stärkung des Darms und Immunsystems
Natürliche Fütterung
bedarfsgerechtes Handeln statt Routine
BEHANDELN, WENN EIN BEFALL VORLIEGT
- NICHT AUS ANGST VOR EINEM MÖGLICHEN -
Verantwortung statt Automatismus
Ein gesunder Organismus:
reguliert vieles selbst
braucht Unterstützung statt Dauerintervention
profitiert von Entlastung, nicht von Dauerbelastung
Nicht jede Massnahme, die „schon immer so gemacht wurde“, ist automatisch sinnvoll.
UND NICHT ALLES, WAS EMPFOHLEN WIRD, IST LANGFRISTIG GESUND
Fazit
Prophylaktische Entwurmung:
verhindert keine Infektion
belastet jedoch Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere
basiert oft mehr auf Angst als auf individueller Notwendigkeit
AUFKLÄRUNG BEDEUTET HINZUSCHAUEN- NICHT WEGZULASSEN,
ABER AUCH NICHT EINFACH BLIND ZU HANDELN.
PERSÖNLICHE ERFAHRUNG MIT NATÜRLICHER BEGLEITUNG
BEI WURMBEFALL
Eigenverantwortliche Praxis und Erfahrung aus meiner Arbeit:
Bei meinem eigenen Welpen und auch bei einigen Kundenhunden konnte ich beobachten, dass gezielte, natürliche Begleitung über Kräuter in Kombination mit anschließender Kontrolle des Stuhlgangs (DNA-Analyse) zu negativen Befunden für bestimmte Wurmarten, inklusive Giardien, führte.
Wichtig zu beachten:
Dies ist eine persönliche Erfahrung, kein Heilversprechen.
Nicht alle Wurmarten sprechen gleich auf natürliche Maßnahmen an.
Tests und Kontrolle bleiben entscheidend, um Sicherheit zu haben.
Diese Erfahrung zeigt: Eine individuell angepasste, natürliche Begleitung kann im Einzelfall effektiv sein – ohne prophylaktische chemische Wurmkuren, sofern die Kontrolle gewährleistet ist.

