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WENN HUND UND KATZE WÄHLEN KÖNNTE

Was würde wirklich im Napf landen?

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ZWEI NÄPFE
EIN TIER
KEINE WAHL

Unsere Hunde und Katzen fressen, was wir ihnen hinstellen.

Nicht, weil sie sich bewusst dafür entschieden haben. Sondern weil sie abhängig sind.

Und genau das macht dieses Thema so unbequem.

Unsere Haustiere sind uns ausgeliefert – besonders im Napf

 

Hunde passen sich an unseren Alltag an.
Katzen – insbesondere Wohnungskatzen – sind vollständig auf uns angewiesen.

Eine Wohnungskatze kann nicht jagen.
Sie kann sich keine Alternative suchen.
Sie frisst, was wir definieren.

Und damit tragen wir die volle Verantwortung für das, was täglich in ihrem Napf landet.

Biologie lügt nicht: Hund und Katze sind Fleischfresser

Ausgeprägte Fang- und Reißzähne

Sehr saurer Magen

Kurzer Verdauungstrakt

Hoher Bedarf an tierischem Protein

 

Die Katze ist dabei ein obligater Karnivore.
Ihr Stoffwechsel ist zwingend auf tierische Nahrung ausgelegt.

Der Hund ist ein fakultativer Karnivore – ebenfalls fleischbetont, wenn auch anpassungsfähiger.

Die Anatomie ist eindeutig.

„Aber mein Tier würde immer Trockenfutter wählen.“

Das ist eines der häufigsten Argumente.

Viele Halter sagen:
„Ich habe es ausprobiert. Mein Hund frisst lieber Trockenfutter.“
„Meine Katze lässt Frischfleisch liegen.“

Und ja – das kann passieren.

Aber warum?

1. Futterprägung

Tiere werden früh geprägt.
Was sie in den ersten Lebensmonaten kennenlernen, wird als „normal“ abgespeichert.

Wird ein Tier von Anfang an ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert, entwickelt es eine Gewöhnung daran – an Geruch, Textur, Konsistenz.

Gewöhnung ist jedoch keine Aussage über biologische Optimalität.

2. Stärke und Kohlenhydrate als Geschmacksverstärker

Trockenfutter enthält technologisch bedingt einen hohen Anteil an Stärke.
Diese wird im Körper zu Glukose abgebaut.

Viele Tiere entwickeln eine starke Präferenz für diese leicht verfügbare Energiequelle. Nicht, weil sie biologisch darauf spezialisiert sind – sondern weil sie schnell belohnend wirkt.

 

Man kann es vergleichen mit stark verarbeiteten Lebensmitteln beim Menschen:
Hohe Energiedichte, intensive Geschmacksreize, schnelle Verfügbarkeit.

WIR WISSEN GENAU, DASS ZU VIEL PIZZA UNGESUND IST,

ABER WIR LIEBEN SIE, ODER ?

Das bedeutet nicht, dass Hunde oder Katzen „Zuckerjunkies“ im menschlichen Sinne sind.
Aber es bedeutet, dass stark stärkehaltige Nahrung das Fressverhalten beeinflussen kann.

Bei Katzen ist dieser Punkt besonders relevant, da ihr natürlicher Beutefang extrem kohlenhydratarm ist.

Eine dauerhaft hohe Stärkeaufnahme entspricht nicht ihrem evolutionären Nahrungsspektrum.

Präferenz oder Konditionierung?

Wenn ein Tier Trockenfutter bevorzugt, kann das mehrere Gründe haben:

frühe Prägung

Gewohnheit

sensorische Konditionierung

schnelle Energieverfügbarkeit

zugesetzte Fette und Aromen

Das ist kein Vorwurf.
Es ist ein Mechanismus.

 

Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
„Frisst mein Tier es?“

Sondern:
„Entspricht es seiner biologischen Natur?“

Besonders Wohnungskatzen brauchen unser Bewusstsein

Eine Katze mit Freigang kann zumindest theoretisch jagen.
Eine Wohnungskatze nicht.

Sie ist zu 100 % von uns abhängig.

Wenn wir hier ausschließlich auf stark verarbeitete, kohlenhydratreiche Nahrung setzen, gibt es keinen natürlichen Ausgleich.

Die unbequeme Schlussfrage

Wenn dein Hund oder deine Katze morgen frei wählen könnte –
ohne Prägung, ohne Gewöhnung, ohne industrielle Verarbeitung –

 

WAS WÜRDE IM NAPF LIEGEN?

Und sind wir bereit, diese Antwort wirklich ernst zu nehmen?

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