ERFAHRUNGSBERICHT AUS MEINER PRAXIS
VORGESCHICHTE
Meine Hündin wurde im Herbst 2023 in Rumänien kastriert. Bei dieser Operation wurde ziemlich gepfuscht. So wurde u.a. mit einem unsterilen Faden durch die Bauchspeicheldrüse genäht. Es bildete sich Gewebe rund um diesen Faden, der Faden konnte sich nicht auflösen und es kam zu einer Entzündung. Wir mussten sie dann in der Schweiz noch einmal operieren lassen (Februar 2024). Seither hat sie immer wieder Probleme mit der Verdauung. Es gibt manchmal etwas bessere Phasen, aber der Durchfall kommt immer wieder und zum Teil sehr heftig. Wir haben im Frühling 2025 noch einmal eine Ultraschall- und eine grosse Blutuntersuchung gemacht und dabei waren einzig die Werte der Bauchspeicheldrüse erhöht.
Eine genaue Diagnose konnten mir die Tierärzte nicht geben, aber ich gehe aktuell davon aus, dass sie eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung hat. Im Mai/Juni 2024 habe ich sie ausserdem auf alle Reisekrankheiten testen lassen und dabei kam der Verdacht auf Anaplasmose heraus. Die Tierärzte konnten mir aber auch hier nicht sagen, ob sie wirklich Anaplasmose hatte oder nicht. Prophylaktisch haben wir sie dann während 3 Wochen mit Antibiotika behandelt, was für die Darmflora natürlich auch nicht gerade vorteilhaft war.
Sie ist sehr mäkelig. Ich habe schon vieles ausprobiert, aber sie ist überhaupt nicht verfressen und es ist sehr schwierig, ein Futter zu finden, das sie mag. Insbesondere die Spezial-Diät-Futtermittel (z.B. bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung) frisst sie überhaupt nicht. Vom Tierarzt haben wir auch schon ein hydrolisiertes Futter bekommen. Das hat sie kurze Zeit später wieder erbrochen. Im Frühling 2025 waren wir bei einer Tierärztin, die sich auf Komplementärmedizin spezialisiert hat. Sie hat Laser-Akupunkturbehandlungen gemacht und eine Kräutermischung zusammengestellt, die ich unter das Futter mischen konnte. Ausserdem hat sie mir empfohlen, das Futter häufig zu wechseln. Diese Behandlungen und auch das wechselnde Futter haben anfangs sehr viel gebracht. Der Durchfall wurde deutlich besser, aber es kamen dann bald wieder neue Schübe. Ich habe dann im Internet gelesen, dass man bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung das Futter möglichst nicht wechseln oder nur sehr langsam umstellen sollte, weshalb ich sehr unsicher wurde und seither versucht habe, fütterungstechnisch möglichst alles gleich zu belassen. Ich habe noch mit Futterzusätzen experimentiert (z.B. Flohsamenschalen, Johannisbrotmehl, Probiotika etc.), aber auch diese bringen nur vorübergehende Besserungen.
Ich kann inzwischen überhaupt nicht mehr einschätzen, was bzgl. des Futters der richtige Weg ist, und ich habe Angst, dass ich die Beschwerden durch die falsche Fütterung noch schlimmer mache. Deshalb wäre ich sehr froh und dankbar über Ihre Unterstützung und Expertise. Vielen Dank schon im Voraus!
ES FOLGT DIE INDIVIDUELLE ANAMNESE
UND ANSCHLIESSENDE
UMSETZUNG STOFFWECHSEL-KONZEPT
Bereits nach sehr kurzer Zeit stabilisiert sich die Verdauung des Hundes merklich, keine nächtlichen Durchfälle mehr, nur wenige Wochen später schreibt mir die Kundin....


