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Die Niere – Filter, Wasserhaushalt und Entgiftung beim Hund

STOFFWECHSEL HUND

Die Nieren gehören zu den wichtigsten Entgiftungs- und Regulationsorganen im Körper des Hundes.

Sie arbeiten still, zuverlässig – und oft lange im Hintergrund, bis ihre Belastung irgendwann sichtbar wird.

Ihre Aufgabe ist es, das Blut zu filtern, Abfallstoffe auszuscheiden und den Flüssigkeits- sowie Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht zu halten.
 

Aufgaben der Niere beim Hund

Die Nieren sind zuständig für:

  • Filterung von Stoffwechselendprodukten aus dem Blut

  • Ausscheidung von Giftstoffen über den Urin

  • Regulation des Wasserhaushalts

  • Regulation von Elektrolyten (z. B. Natrium, Kalium, Phosphor)

  • Mitwirkung an der Blutdruckregulation


Die Niere entscheidet also ganz wesentlich darüber, wie sauber das innere Milieu des Körpers bleibt.
 

Warum die Niere besonders sensibel ist

Alles, was der Körper nicht verwerten kann, muss irgendwann ausgeschieden werden – und genau hier beginnt die Belastung der Nieren.

Dazu gehören unter anderem:

  • Stoffwechselrückstände aus minderwertiger Nahrung

  • synthetische Zusatzstoffe

  • Medikamentenrückstände

  • Konservierungsstoffe

  • Abbauprodukte aus stark verarbeiteten Futtermitteln
     

Trockenfutter und Wassermangel

Ein zentraler Punkt in der Nierenbelastung ist die Wasserversorgung.


Trockenfutter enthält:

  • sehr wenig Eigenfeuchtigkeit

  • dafür hochkonzentrierte Inhaltsstoffe


Der Hund muss:

  • zusätzlich trinken, um diese Nahrung überhaupt verarbeiten zu können

  • Wasser aus dem Körper mobilisieren, wenn er nicht genug aufnimmt


Das bedeutet Dauerstress für die Nieren. Viele Hunde trinken nicht ausreichend, um Trockenfutter auszugleichen – selbst wenn ständig Wasser zur Verfügung steht.
 

Eiweiß ist nicht das Problem – minderwertiges Eiweiß schon


Oft wird Eiweiß pauschal als „nierenschädlich“ dargestellt. Entscheidend ist jedoch nicht die Menge, sondern:

  • die Qualität

  • die Bioverfügbarkeit

  • die Verwertbarkeit für den Organismus


Minderwertiges, stark verarbeitetes Protein erzeugt:

  • mehr Abfallstoffe

  • mehr Filterarbeit

  • mehr Belastung für die Nieren


Natürliches, gut verwertbares Eiweiß hingegen wird vom Körper deutlich effizienter genutzt.
 

Medikamente, Wurmkuren und die Niere

Die Niere ist eines der Hauptorgane, über die:

ausgeschieden werden.


Wiederholte oder prophylaktische Gaben können:

  • die Filterleistung belasten

  • die Regenerationsfähigkeit der Niere einschränken


Gerade in Kombination mit industrieller Fütterung entsteht so oft eine schleichende Dauerbelastung.
 

Typische Hinweise auf eine überlastete Niere

Mögliche, unspezifische Zeichen können sein:

  • vermehrtes Trinken

  • häufigeres Urinieren

  • Mattigkeit

  • schlechtere Belastbarkeit

  • stumpfes Fell

  • allgemeiner Leistungsabfall


Diese Symptome sind nicht eindeutig – sie zeigen aber, wie wichtig es ist, die Niere mitzudenken, auch wenn sie lange „unauffällig“ erscheint.
 

Ganzheitliche Betrachtung der Niere

Die Niere arbeitet eng zusammen mit:

  • Leber

  • Darm

  • Bauchspeicheldrüse

Eine Entlastung des Stoffwechsels insgesamt wirkt sich fast immer auch positiv auf die Nierenarbeit aus –
ohne dass man die Niere direkt „behandeln“ muss.

Fazit: Die Niere braucht Entlastung, nicht Reizüberflutung

Die Niere ist kein Organ, das man stärken kann, indem man sie fordert.
Sie braucht:

  • ausreichend Flüssigkeit

  • gut verwertbare Nahrung

  • möglichst wenig belastende Rückstände


Je natürlicher und bioverfügbarer die Ernährung, desto leiser und effizienter kann die Niere ihre Arbeit tun.

​VIELE HÄUFIGE FRAGEN ZUR HUNDEERNÄHRUNG

HABE ICH HIER ZUSAMMENGEFASST

WAS VIELE UNTERSCHÄTZEN
Trockenfutter enthält kaum Eigenfeuchtigkeit.
Um eine Portion Trockenfutter (hier 1 Glas) zu verarbeiten, müsste ein Hund – je nach Zusammensetzung – zusätzlich etwa 6 bis 8 Gläser Wasser
(pro Glas Futter wohlgemerkt ) trinken, um den fehlenden Feuchtigkeitsanteil auszugleichen.

 

Wie viel Wasser braucht ein Hund wirklich für Trockenfutter?

Natürliche Nahrung besteht zu einem grossen Teil aus Feuchtigkeit.
Frisches Fleisch, Innereien und natürliche Komponenten liefern dem Körper Wasser direkt über die Nahrung.

 

Trockenfutter hingegen entzieht dem Körper Flüssigkeit, weil:

es im Verdauungstrakt aufquellen muss

Wasser aus dem Organismus gezogen wird

die Nieren diese zusätzliche Belastung ausgleichen müssen

 

Viele Hunde trinken nicht ausreichend und auch kein Hund der genug trinkt, in dieser Menge, um diesen Flüssigkeitsverlust auszugleichen – selbst wenn jederzeit Wasser zur Verfügung steht.

„Mein Hund frisst seit Jahren Trockenfutter – und ihm geht es gut“

Ein häufiges Argument ist:
„Mein Hund frisst seit Jahren Trockenfutter und hatte nie Probleme.“

Das ist gut – und genau hier liegt die Herausforderung.

Nierenprobleme entstehen nicht plötzlich.
Sie entwickeln sich meist schleichend über Jahre, oft ohne klare Symptome.

Die Niere ist ein Organ mit grosser Reservekapazität.

Erst wenn ein grosser Teil der Nierenfunktion bereits verloren gegangen ist, zeigen sich messbare Veränderungen – und dann ist der Schaden nicht mehr rückgängig zu machen.

 

oder ein weiteres Argument:

Das ist für uns kein Problem - wir weichen das Trockenfutter vorher ein

Jedoch ist auch diese Massnahme nicht gesundheitsförderlich, da mit dem Einweichen auf die Konzentration der Magensäure eingewirkt wird, der übermässig hohe Stärkeanteil stark den Organismus belasten kann und die Menge an benötigter Feuchtigkeit auch auf diese Weise dem Lebewesen nicht zugeführt wird.

Prävention statt Abwarten

Genau deshalb ist es so wichtig, nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät ist.

Eine nierenschonende, natürliche und feuchtigkeitsreiche Ernährung:

entlastet die Filterleistung

reduziert Stoffwechselabfälle

unterstützt die Nieren langfristig

Man muss nicht warten, bis Symptome entstehen.
Viele Belastungen lassen sich präventiv vermeiden, bevor sie irreversibel werden.

Die Niere arbeitet leise – aber unermüdlich.
Je weniger sie kompensieren muss, desto länger bleibt sie stabil.

 

Ernährung ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine tägliche Entscheidung für Entlastung oder Belastung.

„THERAPIE MIT TROCKENFUTTER - EIN KRITISCHER BLICK“

Bei Nieren- und Blasenproblemen werden häufig spezielle

Tierarzt-Trockenfutter als „Therapie“ empfohlen.


Diese sollen Mineralstoffe regulieren, den pH-Wert beeinflussen oder die Nieren entlasten.

 

Was dabei oft übersehen wird:

Trockenfutter bleibt Trockenfutter.
Es enthält kaum Eigenfeuchtigkeit – genau das, was Niere und Blase
in belasteten Situationen am dringendsten benötigen.

 

Statt Ursachen zu entlasten, wird häufig:

an Symptomen reguliert

chemisch eingegriffen

mit konzentrierter Nahrung weitergearbeitet

 

Aus ganzheitlicher Sicht stellt sich die Frage:

Wie sinnvoll ist eine „Therapie“, die dem Körper weiterhin Wasser entzieht,

während genau Flüssigkeit für Verdünnung, Ausscheidung

und Entlastung entscheidend wäre?

Viele Stoffwechselprobleme entwickeln sich schleichend über Jahre.

Sie entstehen nicht plötzlich – und sie lassen sich oft auch nicht nachhaltig lösen, indem man am Ende nur noch verwaltet, was vorher lange übersehen wurde.

Aufklärung bedeutet nicht, Schuld zu verteilen, sondern Zusammenhänge zu verstehen – bevor irreversible Schäden entstehen.

Mehr zu meiner Haltung gegenüber Tierarztfutter und symptomorientierter

Ernährung findest du hier:
 

WARUM ICH GEGEN TIERARZTFUTTER BIN

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