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Wurmkur Hund, Impfung und Kastration – Warum werden diese Empfehlungen so selten hinterfragt?

  • Autorenbild: gesHUNDesLeben Tiertherapie | Tierheilpraktiker | Ernährungsberatung
    gesHUNDesLeben Tiertherapie | Tierheilpraktiker | Ernährungsberatung
  • 4. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Wurmkur Hund, Impfung und Kastration: Drei Empfehlungen, ein gemeinsames Muster


Wurmkur Hund, Impfung und Kastration


Regelmässig entwurmen.

Jährlich impfen.

Bei Verhaltensproblemen kastrieren.


Wer einen Hund hat, kennt diese Empfehlungen.


Doch haben Sie sich jemals gefragt, was diese drei Themen gemeinsam haben?


Vielleicht mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist.


Denn bei allen drei Empfehlungen geht es häufig um die Angst vor einem möglichen zukünftigen Problem.


Die eigentliche Frage lautet deshalb:


Handeln wir aus Wissen – oder aus Sorge vor etwas, das vielleicht irgendwann einmal passieren könnte?


Wurmkur Hund: Ist prophylaktisches Entwurmen überhaupt möglich?

Vor einiger Zeit sagte ich einem Kunden:


„Prophylaktisch entwurmen ist eigentlich gar nicht möglich.“

Eine Wurmkur schützt nicht vor zukünftigen Würmern.

Sie behandelt lediglich einen möglichen vorhandenen Wurmbefall zum Zeitpunkt der Verabreichung.

Der Hund kann sich bereits wenige Stunden oder Tage später erneut mit Würmern infizieren.



Der Kunde sprach daraufhin mit seiner Tierärztin über diese Aussage.

Zu seiner Überraschung bestätigte sie:

„Ja, das stimmt eigentlich.“

Darauf stellte er eine weitere Frage:

„Warum wird es dann trotzdem regelmässig empfohlen?“

Die Antwort war bemerkenswert:

„Weil es halt halt so gemacht wird.“

Und ja, wirtschaftliche Aspekte würden dabei ebenfalls eine Rolle spielen.

Diese Aussage stammt nicht von mir.

Sie stammt aus einem Gespräch zwischen einem Hundehalter und seiner Tierärztin.


Eine einfache Frage zum Nachdenken


Nehmen Sie eine Kopfschmerztablette, obwohl Sie gar keine Kopfschmerzen haben?


Wahrscheinlich nicht.


Warum behandeln wir dann regelmässig Würmer, von denen wir gar nicht wissen, ob sie überhaupt vorhanden sind?


Natürlich kann ein Hund Würmer haben.

Natürlich müssen Würmer behandelt werden.


Die eigentliche Frage lautet jedoch:

Warum wird häufig behandelt, bevor überhaupt bekannt ist, ob ein Problem vorliegt?


Darmgesundheit beim Hund wird oft vergessen

Jede Wurmkur beeinflusst auch die Darmflora.

Dabei spielt der Darm eine zentrale Rolle für:



Warum sprechen wir deshalb so wenig über den Aufbau einer gesunden Darmflora?

Warum sprechen wir so selten darüber, wie wir den Organismus stärken können?

Prophylaktisch entwurmen ist nicht möglich.

Die Darmgesundheit zu unterstützen hingegen schon.


Hund jährlich impfen – notwendig oder Gewohnheit?

Ein weiteres Thema sind Impfungen.

Viele Hundehalter gehen selbstverständlich davon aus, dass ihr Hund jährlich geimpft werden müsse.


Doch wie lange wirkt eine Impfung tatsächlich?


Haben Sie sich diese Frage jemals gestellt?


Oder wurde Ihnen einfach gesagt:

„Nächstes Jahr wiederkommen.“

Besonders spannend wird diese Frage bei der Tollwutimpfung.

Warum wird bei manchen Hunden jedes Jahr wieder über die Tollwutimpfung gesprochen, obwohl die tatsächliche Schutzdauer vieler Impfstoffe deutlich länger sein kann?


Wer entscheidet, wann erneut geimpft werden sollte?

Die Wissenschaft?

Die Vorschriften?

Die Gewohnheit?

Oder eine Mischung aus allem?


Hund kastrieren bei Verhaltensproblemen – die schnelle Lösung?

Kaum ein Thema wird so häufig empfohlen wie die Kastration.

Der Hund ist unruhig.

Der Hund reagiert auf andere Hunde.

Der Hund markiert.

Der Hund hört draussen schlecht zu.

Und schnell fällt der Satz:

„Ich würde ihn kastrieren lassen.“

Doch entsteht Verhalten wirklich in den Hoden?

Oder liegen die Ursachen möglicherweise ganz woanders?


  • Unsicherheit

  • Stress

  • Überforderung

  • fehlende Impulskontrolle

  • mangelnde Führung

  • Beziehungsprobleme


Viele dieser Themen werden durch eine Kastration nicht gelöst.

In manchen Fällen können sie sogar verstärkt werden.

Trotzdem wird die Kastration oft erstaunlich früh ins Spiel gebracht, auch von Hundetrainern.


Was haben Wurmkur, Impfung und Kastration gemeinsam?


Alle drei Empfehlungen beruhen häufig auf demselben Gedanken:

Es könnte irgendwann einmal ein Problem entstehen.

Und genau dort beginnt für mich die wichtigste Frage:


Behandeln wir tatsächliche Probleme?


Oder behandeln wir mögliche zukünftige Probleme aus Angst vor dem, was vielleicht passieren könnte?


Mein Wunsch an Hundehalter

Dieser Artikel soll niemanden davon abhalten, seinen Hund zu behandeln.

Er soll auch keine pauschalen Antworten liefern.


Ich wünsche mir lediglich, dass Hundehalter wieder beginnen, Fragen zu stellen.


Warum wird etwas empfohlen?

Welche Alternativen gibt es?

Welche Vor- und Nachteile bestehen?


Und vor allem:

Ist diese Empfehlung wirklich sinnvoll für meinen Hund?

Denn Gesundheit beginnt oft nicht dort, wo wir blind Empfehlungen folgen.

Sondern dort, wo wir beginnen, selbst zu denken.




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