Librela: Neue Nebenwirkungen – welche natürlichen Möglichkeiten gibt es bei Gelenkschmerzen?

Wenn ein Hund unter Arthrose oder chronischen Gelenkschmerzen leidet, möchten wir vor allem eines: dass er sich wieder wohler fühlt, sich bewegen kann und Lebensfreude zurückgewinnt

Viele Hundehalter setzen dabei auf die monatliche Librela-Spritze. Doch eine aktuelle Sicherheitsinformation von Swissmedic vom 29. September 2026 wirft erneut Fragen zu möglichen Nebenwirkungen auf.
Für mich als Tiertherapeutin ist das ein guter Anlass, den Blick zu erweitern: Welche Möglichkeiten gibt es neben der klassischen Schmerztherapie? Und welches Potenzial bietet dabei CBD aus der Hanfpflanze?
Librela: Neue Warnhinweise von Swissmedic
Librela enthält den Wirkstoff Bedinvetmab und wird zur Linderung von Schmerzen bei Arthrose des Hundes eingesetzt.
Am 29. September 2026 veröffentlichte Swissmedic neue Vorsichtsmassnahmen und Nebenwirkungen im Zusammenhang mit diesem Tierarzneimittel.
Zu den aufgeführten möglichen unerwünschten Wirkungen von Librela gehören unter anderem:
Krampfanfälle und neurologische Auffälligkeiten Lähmungserscheinungen immunvermittelte Gelenkentzündungen Veränderungen im Bereich von Knochen und Gelenken, die mit Schwellungen und Schmerzen einhergehen können
Einige dieser Ereignisse werden als sehr selten eingestuft.
Besonders nachdenklich macht mich, dass ein Präparat zur Linderung von Gelenkschmerzen unter bestimmten Umständen selbst mit zusätzlichen Gelenkbeschwerden in Verbindung gebracht werden kann.
Das bedeutet nicht, dass jeder Hund solche Reaktionen auf Librela entwickelt. Aber Hundehalter sollten darüber informiert sein, welche Veränderungen während einer Behandlung auftreten können.
Schmerzen lindern – aber den ganzen Hund betrachten
Wenn ein Hund Schmerzen hat, ist eine wirksame Schmerzlinderung wichtig.
Doch gerade bei chronischen Gelenkbeschwerden lohnt sich ein umfassender Blick.
Wie wird der Hund ernährt? Ist er übergewichtig? Wie belastbar ist sein Bewegungsapparat? Welche Rolle spielen Entzündungsprozesse? Und welche Möglichkeiten gibt es, seinen Organismus zusätzlich zu unterstützen?
Für mich beginnt ganzheitliche Tiertherapie dort, wo wir nicht ausschliesslich auf das schmerzende Gelenk schauen, sondern auf den gesamten Hund.
CBD: Das Potenzial einer besonderen Pflanze
Die Hanfpflanze enthält zahlreiche natürliche Inhaltsstoffe. Einer davon ist Cannabidiol, kurz CBD. CBD ist nicht berauschend und steht seit Jahren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Besonders interessant sind seine möglichen Eigenschaften im Zusammenhang mit Schmerzen und Entzündungsprozessen.
CBD interagiert auf vielfältige Weise mit körpereigenen Regulationssystemen, die unter anderem an der Verarbeitung von Schmerzreizen und an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.
Auch bei Hunden mit Arthrose wurde CBD bereits untersucht. Einzelne Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich Wohlbefinden und Beweglichkeit, auch wenn die Forschung noch nicht abgeschlossen ist.
Für mich ist das ein guter Grund, das Potenzial dieser Pflanze ernst zu nehmen.
Denn wenn ein Tier unter chronischen Beschwerden leidet, sollten wir uns nicht ausschliesslich fragen, welches Medikament seine Schmerzen unterdrücken kann.
Wir dürfen auch fragen, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, seine Lebensqualität zu unterstützen.
Wasserbasiertes CBD – mein persönlicher Ansatz
In meiner tiertherapeutischen Praxis beschäftige ich mich intensiv mit natürlichen Möglichkeiten zur Unterstützung des Organismus.
Dabei arbeite ich auch mit wasserbasierten Formulierungen.
Mir ist wichtig, nicht einfach irgendein Produkt zu empfehlen. Entscheidend sind für mich die Zusammensetzung, die Qualität und die individuelle Situation des Tieres.
Gerade bei älteren Tieren, die häufig mehrere gesundheitliche Herausforderungen gleichzeitig mitbringen, möchte ich möglichst behutsam und ganzheitlich vorgehen.
Meine eigenen Erfahrungen
Auch meine Tiere begleiten mich seit vielen Jahren auf diesem Weg.
Eine meiner inzwischen sehr alten Katzen zeigt beispielsweise deutliche Veränderungen, die auf einen kognitiven Abbau hindeuten. Ich unterstütze sie unter anderem mit einer wasserbasierten Formulierung und beobachte, dass sie wieder aufmerksamer wirkt, sich selbstständiger bewegt und mehr an ihrer Umgebung teilnimmt.
Ob und in welchem Umfang diese Veränderungen auf die Unterstützung zurückzuführen sind, lässt sich aus einer persönlichen Beobachtung natürlich nicht beweisen. Aber für mich zählt auch, wie sich Lebensqualität im Alltag zeigt.
Wenn ein altes Tier wieder neugierig wird, selbstständig seinen Weg in den Garten findet und mehr am Leben teilnimmt, ist das etwas, das mich berührt.
Muss es immer erst ein Medikament sein?
Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine notwendige Schmerzbehandlung.
Ein Tier soll nicht leiden müssen, nur weil wir natürliche Möglichkeiten bevorzugen.
Aber ich wünsche mir, dass Hundehalter erfahren, welche ergänzenden Ansätze es gibt, und sich frühzeitig mit ihnen beschäftigen können. Nicht erst dann, wenn ein Tier kaum noch laufen mag.
Gesundheit beginnt für mich nicht bei der Behandlung einer Krankheit, sondern bei den täglichen Entscheidungen, die wir für unsere Tiere treffen.
Dazu gehören eine passende Ernährung, ein gesundes Körpergewicht, angemessene Bewegung und ein bewusster Umgang mit möglichen Belastungen.
Und dazu kann auch die Beschäftigung mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie CBD gehören.
Mein Fazit: Informieren, hinterfragen und Möglichkeiten erkennen
Die neuen Warnhinweise zu Librela sollten Hundehalter nicht in Panik versetzen. Sie sind aber ein berechtigter Anlass, sich mit der Behandlung chronischer Gelenkbeschwerden auseinanderzusetzen.
CBD ist für mich ein interessanter Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes. Nicht als Wundermittel, sondern als pflanzlicher Wirkstoff mit einem Potenzial, das zunehmend erforscht wird.
Mein Wunsch ist, dass Tierhalter nicht nur wissen, was sie gegen Beschwerden tun können, sondern auch, wie sie das Wohlbefinden ihrer Tiere langfristig unterstützen können.
Wer sich vertieft mit dem Thema beschäftigen möchte, findet auf meiner Webseite eine eigene Sammlung wissenschaftlicher Untersuchungen zu CBD und seinen verschiedenen Anwendungsgebieten.
Jacqueline
Tiertherapeutin & Ernährungsberaterin
gesHUNDesleben – Tiertherapeutische Praxis
Erfahre mehr über meine Arbeit HIER




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