Säure-Basen-Haushalt beim Hund
– warum das Gleichgewicht so wichtig ist -
Säurebildner Hund | Basenbildner Hund

Ein gesunder Organismus lebt von Balance
Der Säure-Basen-Haushalt gehört zu den natürlichen Regulationsmechanismen des Körpers. Gerät dieses Gleichgewicht über längere Zeit aus der Balance, kann sich das auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen.
Nicht jedes Symptom ist automatisch auf eine Übersäuerung zurückzuführen.
Ebenso wenig gibt es einfache Patentrezepte.
Gerade deshalb lohnt sich ein ganzheitlicher Blick.
Der Körper sendet oft lange Signale, bevor ernsthafte Erkrankungen entstehen.
Wer diese Warnsignale versteht, kann frühzeitig Zusammenhänge erkennen und mögliche Belastungen reduzieren.
Was beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt?
Nicht nur die Ernährung spielt eine Rolle.
Auch viele weitere Faktoren können den Organismus dauerhaft belasten.
Dazu gehören beispielsweise:
stark verarbeitete Futtermittel
ungeeignete Futterzusammensetzungen
Zucker und übermässige Getreideanteile
chronischer Stress
Medikamente
regelmässige Wurmkuren
Spot-ons und chemische Zeckenmittel
Umweltgifte
chronische Entzündungen
Stoffwechselbelastungen
Je mehr solcher Faktoren zusammenkommen, desto schwieriger wird es für den Körper, sein natürliches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Mögliche Säurebildner
Mögliche Säurebildner können unter anderem sein:
stark verarbeitetes Trockenfutter
Zucker
künstliche Zusatzstoffe
übermässig verarbeitete Kohlenhydrate
chronischer Stress
Medikamente
chemische Parasitenmittel
Umweltbelastungen
Mögliche Basenbildner
Ein gesunder Organismus profitiert dagegen häufig von:
hochwertiger, natürlicher Ernährung
ausgewählten Gemüsesorten
Kräutern
einem ausgewogenen Verhältnis tierischer und pflanzlicher Bestandteile
ausreichend Bewegung
Erholung
möglichst wenigen unnötigen Stoffwechselbelastungen
Nicht einzelne Lebensmittel entscheiden über Gesundheit, sondern immer das Gesamtbild.
Mögliche Warnsignale
Ein gestörter Säure-Basen-Haushalt kann sich unterschiedlich zeigen.
Mögliche Hinweise können sein:
häufiges Grasfressen
saures Aufstossen
Sodbrennen
wiederkehrende Verdauungsprobleme
Blähungen
Hautprobleme
Juckreiz
stumpfes Fell
wiederkehrende Ohrenprobleme
Mundgeruch
allgemeine Stoffwechselbelastung
Müdigkeit
erhöhte Infektanfälligkeit
bei manchen Tieren ein vermehrter Zeckenbefall
Diese Symptome können selbstverständlich viele verschiedene Ursachen haben. Entscheidend ist deshalb nie ein einzelnes Symptom, sondern immer das Gesamtbild.
Nicht Symptome bekämpfen – Zusammenhänge verstehen
In meiner Arbeit interessiert mich deshalb nicht nur welches Symptom ein Tier zeigt.
Mich interessiert vor allem:
Warum zeigt der Körper dieses Signal?
Welche Belastungen wirken auf den Organismus?
Wo kann der Stoffwechsel sinnvoll entlastet werden?
Welche Regulationsmechanismen geraten möglicherweise immer wieder aus dem Gleichgewicht?
Genau dort beginnt für mich ganzheitliche Tiergesundheit.
Jeder Organismus erzählt seine eigene Geschichte
Grasfressen bedeutet nicht automatisch Übersäuerung.
Zeckenbefall bedeutet nicht automatisch ein Säure-Basen-Ungleichgewicht.
Auch Verdauungsprobleme haben nie nur eine einzige Ursache.
Jedes Tier bringt seine eigene Geschichte mit.
Deshalb arbeite ich nicht mit pauschalen Diagnosen, sondern betrachte den gesamten Organismus und alle Einflussfaktoren, die seine natürliche Regulation beeinträchtigen können.
