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WARUM ICH GEGEN TROCKENFUTTER BIN
MEINE 10 GRÜNDE GEGEN TROCKENFUTTER

Aufklärungsarbeit Hundeernährung – die Frage nach dem WARUM
Viele Hundemenschen stellen sich früher oder später ähnliche Fragen:
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Warum setzt mein Hund riesige Kotmengen ab?
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Warum ist der Kot schleimig oder der Kotabsatz häufiger als zweimal täglich?
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Warum häufen sich Juckreiz, Hautprobleme, Ohren- und Augenentzündungen?
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Warum nehmen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Nierenprobleme oder Allergien bei Hunden immer weiter zu?
Trockenfutter wird oft als „praktisch“, „vollwertig“ oder sogar als „gesund“ vermarktet.
Doch betrachtet man die physiologischen Bedürfnisse des Hundes, zeigen sich klare Zusammenhänge zwischen industrieller Trockennahrung und vielen chronischen Beschwerden.
MEINE 10 GRÜNDE GEGEN TROCKENFUTTER
1. Dehydration – chronischer Wassermangel
Trockenfutter enthält durchschnittlich 8–10 % Feuchtigkeit.
Der Hund ist jedoch von seiner Physiologie her auf eine feuchte Nahrung ausgelegt.
Die notwendige Flüssigkeit muss der Körper:
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aus Trinkwasser
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aus dem Gewebe
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aus Stoffwechselprozessen
nachträglich bereitstellen. Das belastet Nieren, Leber, Darm und Stoffwechsel dauerhaft – oft unbemerkt über Jahre.
Chronische Dehydration ist ein unterschätzter Faktor bei:
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Harnwegsproblemen
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Blasen- und Nierensteinen
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zähem Kot und Verstopfung
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Probleme im Bewegungsapparat, z.B. Arthrose
2. Synthetische Vitamine – Stoffwechselbelastung statt Versorgung
Trockenfutter enthält fast ausschließlich synthetisch zugesetzte Vitamine, da natürliche Vitamine den Herstellungsprozess (Erhitzung, Extrusion) nicht überleben.
Diese künstlichen Vitamine:
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müssen aufwendig verstoffwechselt werden
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belasten Leber und Stoffwechsel
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können die orale Toleranz stören
Besonders kritisch ist das im Welpenalter: Der Organismus lernt nicht, Nährstoffe aus natürlichen Quellen zu erkennen und zu verwerten. Das Immunsystem wird fehlprogrammiert – ein möglicher Grund für spätere Allergien und Unverträglichkeiten.
3. Darmungleichgewicht – falsche Bakterien im Darm
Der hohe Anteil an Stärke, Zucker und Zusatzstoffen verändert die Darmflora massiv.
Statt einer vielfältigen, stabilen Mikrobiota entstehen:
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gärende Prozesse
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Fehlbesiedelungen
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entzündliche Milieus
Folgen können sein:
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Blähungen
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Durchfall oder schleimiger Kot
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wechselnde Kotkonsistenz
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langfristig: Leaky-Gut-Problematik
4. Trockenfutter ist KEINE Zahnpflege
Der Mythos der „mechanischen Zahnreinigung“ hält sich hartnäckig – ist aber nicht haltbar.
Trockenfutter:
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zerbröselt sofort
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wird nicht kauintensiv zerkleinert
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fördert Plaque und Zahnstein
Zusätzlich: Die trockene Nahrung bindet im Magen Flüssigkeit → die Magensäure wird hochkonzentriert.
Das beeinflusst den Speichel, dessen pH-Wert sich verändert – ein ungünstiges Milieu für Zähne und Zahnfleisch.
5. BHA (Butylhydroxyanisol) – ein kritisches Antioxidans
BHA wird eingesetzt, um Fette vor dem Ranzigwerden zu schützen.
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In Kindernahrung verboten
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Im Tierversuch mit Leber- und Erbgutschäden in Verbindung gebracht
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In Tiernahrung weiterhin erlaubt
Ein Stoff, der für Säuglinge als zu riskant gilt, sollte auch in der Hundeernährung kritisch hinterfragt werden.
6. Arthrose & Bewegungsapparat – woher nimmt der Körper Flüssigkeit?
Fehlt ausreichend Feuchtigkeit in der Nahrung, holt sich der Körper Wasser:
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aus dem Bindegewebe
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aus Knorpelstrukturen
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aus den Gelenken
Langfristig kann das:
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Gelenkprobleme
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Arthrose
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reduzierte Beweglichkeit
begünstigen – insbesondere bei älteren Hunden.
7. Erhöhtes Allergie- & Unverträglichkeitspotential
Trockenfutter enthält häufig:
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viele verschiedene Proteinquellen
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minderwertige Rohstoffe
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synthetische Zusätze
Diese Dauerüberforderung des Immunsystems kann:
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Unverträglichkeiten
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Futtermittelallergien
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chronische Entzündungen
fördern.
8. Hoher Stärkegehalt – Zuckerstoffwechsel außer Balance
Der Hund ist kein Getreide- oder Stärkefresser.
Hohe Stärkeanteile führen zu:
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starken Blutzuckerschwankungen
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Insulinbelastung
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Heißhungerattacken
Das Resultat:
eine „Blutzucker-Achterbahn“, die Verhalten, Stresslevel und Energie massiv beeinflusst – besonders bei sensiblen, nervösen Hunden.
9. Unterversorgung trotz Futtermenge – sichtbar an hoher Kotmenge
Große Kotmengen sind kein Zeichen guter Verdauung, sondern oft ein Hinweis auf geringe Verwertbarkeit.
Je schlechter ein Futter verwertet wird:
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desto mehr unverdaute Reste
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desto höher die Kotmenge
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desto geringer die tatsächliche Nährstoffaufnahme
Viel rein – viel raus – wenig genutzt.
10. Übergewicht & Magendrehung
Die hohe Energiedichte von Trockenfutter in Kombination mit:
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schneller Aufnahme
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Quellverhalten im Magen
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geringer Sättigung
erhöht das Risiko für:
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Übergewicht
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Blähungen
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Magendrehungen (v. a. bei großen Rassen)
Fazit
Trockenfutter ist kein artgerechtes, sondern ein industrielles Notprodukt.
Es mag praktisch sein – aber praktisch ist nicht gleich gesund.
Gerade bei:
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sensiblen Hunden
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chronischen Beschwerden
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Stoffwechsel- oder Darmproblemen
lohnt sich ein kritisches Hinterfragen der täglichen Fütterung.
