Ein Hund in diesem Zustand ist in vielen Situationen nicht mehr "trainierbar" | über ein CBD das einzigartig ist
- Die Menschen-Trainerin für Hunde

- 21. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
über Hanf | CBD, ein so oft missverstandenes Geschenk der Natur. Für meinen Nervengeschädigten Hund und mich ist es wahrhaft das einzige - nebst Training / Desensibilisierung - was uns stabil hält. Ein Hund in diesem Zustand ist in vielen Situationen einfach nicht mehr "trainierbar". Das Hanfprodukt, welches ich verwende enthält laborgeprüft 0,0 % THC und weitere Pflanzenstoffe wie zum Beispiel Ashwaganda und ist somit NICHT berauschend.
Hanf als biologisches Regulationssystem – eine wissenschaftliche Einordnung
Hanf (Cannabis sativa L.) stellt aus biochemischer und ernährungsphysiologischer Sicht eine außergewöhnliche Pflanze dar. Seine Besonderheit liegt nicht in einem einzelnen Wirkstoff, sondern in der gleichzeitigen Bereitstellung zahlreicher bioaktiver Substanzen, die auf zentrale Regulationsmechanismen des menschlichen Körpers einwirken. Insbesondere die Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) rückt Hanf in den Fokus moderner Systembiologie und Regulationsmedizin.
Komplexe Wirkstoffmatrix und der Entourage-Effekt
Hanf enthält über 500 identifizierte sekundäre Pflanzenstoffe, darunter mehr als 120 Phytocannabinoide, zahlreiche Terpene, Flavonoide, phenolische Verbindungen sowie essentielle Fettsäuren. Studien zeigen, dass diese Substanzen synergistisch wirken und sich gegenseitig in ihrer Bioaktivität beeinflussen – ein Phänomen, das als Entourage-Effekt beschrieben wird (Russo, 2011).
Während isolierte Cannabinoide gezielte pharmakologische Effekte zeigen können, deuten experimentelle und klinische Daten darauf hin, dass Vollspektrum-Extrakte ein breiteres und stabileres Wirkprofil besitzen. Die kombinierte Wirkung beeinflusst Rezeptorbindung, Signaltransduktion, Bioverfügbarkeit und Metabolisierung der einzelnen Komponenten.
Aminosäureprofil und Proteinqualität von Hanf
Hanfprotein zeichnet sich durch ein vollständiges Aminosäurespektrum aus und enthält alle neun essentiellen Aminosäuren. Das Verhältnis dieser Aminosäuren entspricht in hohem Maße den humanphysiologischen Anforderungen. Besonders relevant ist der hohe Anteil an Arginin, das eine Schlüsselrolle bei der Stickstoffmonoxid-Synthese, der Gefäßregulation und immunologischen Prozessen spielt.
Die Hauptproteine Edestin (~65 %) und Albumin (~35 %) sind globuläre Speicherproteine mit hoher Verdaulichkeit. Ihre strukturelle Ähnlichkeit zu menschlichen Serumproteinen erklärt die gute Bioverfügbarkeit und geringe Allergenität, was Hanfprotein auch für sensible Stoffwechsellagen interessant macht.
Homöostase als zentrales Prinzip der Humanphysiologie
Die Aufrechterhaltung der Homöostase erfordert die koordinierte Regulation mehrerer physiologischer Systeme. Dazu zählen unter anderem:
Nervensystem
Immunsystem
Endokrines System
Entzündungsregulation
Energiestoffwechsel
Schlaf-Wach-Regulation
Schmerzverarbeitung
Stressantwort (HPA-Achse)
Verdauungsfunktion
Zelluläre Redox-Balance
Emotionale und kognitive Prozesse
Diese Systeme sind nicht isoliert, sondern funktionell gekoppelt. Dysregulationen entstehen häufig systemisch und nicht monokausal. Moderne Forschung betrachtet Gesundheit daher zunehmend als Ergebnis stabiler Regulationsprozesse – nicht als Abwesenheit einzelner Symptome.
Das Endocannabinoidsystem als übergeordnetes Regulationsnetzwerk
Das Endocannabinoidsystem wurde in den 1990er-Jahren entdeckt und gilt heute als eines der wichtigsten homöostatischen Steuerungssysteme des Körpers. Es besteht aus:
Endocannabinoiden (z. B. Anandamid, 2-AG),
Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 vorwiegend im ZNS, CB2 vorwiegend im Immunsystem),
metabolischen Enzymen (FAAH, MAGL).
Das ECS moduliert neuronale Erregbarkeit, Immunantworten, Entzündungsprozesse, Schmerz, Appetit, Stimmung und Schlaf. Es wirkt dabei nicht primär stimulierend oder hemmend, sondern regulierend.
Zahlreiche Studien zeigen, dass eine Dysfunktion des ECS mit chronischen Erkrankungen, Stress-assoziierten Störungen und entzündlichen Prozessen assoziiert ist.
Phytocannabinoide als Modulatoren – nicht als Ersatz
Phytocannabinoide aus Hanf interagieren auf unterschiedliche Weise mit dem ECS: direkt über Rezeptorbindung, indirekt über Enzymhemmung oder durch Beeinflussung verwandter Rezeptorsysteme (z. B. TRPV1, PPARs, Serotoninrezeptoren).
Wichtig ist dabei: Sie ersetzen keine körpereigenen Endocannabinoide, sondern unterstützen deren Funktion und Verfügbarkeit.
Diese moduläre Wirkweise erklärt, warum Hanfprodukte in der Regel keine linearen Dosis-Wirkungs-Kurven zeigen und warum ihre Effekte stark vom individuellen physiologischen Zustand abhängen.
Systemische Wirkung statt symptomorientierter Intervention
Aus wissenschaftlicher Perspektive lässt sich Hanf nicht eindeutig einer klassischen pharmakologischen Kategorie zuordnen. Seine Wirkung ist weder rein substituierend noch rein antagonistisch. Vielmehr unterstützt Hanf regulatorische Prozesse auf Systemebene – ein Ansatz, der zunehmend mit Konzepten der Netzwerkmedizin und Systembiologie korrespondiert.
Fazit
Hanf stellt eine biologisch hochkomplexe Ressource dar, deren Relevanz weit über einzelne Wirkstoffe hinausgeht. Seine einzigartige Kombination aus vollständigem Aminosäureprofil, bioaktiven Pflanzenstoffen und der gezielten Modulation des Endocannabinoidsystems macht ihn zu einem relevanten Faktor in der Diskussion um ganzheitliche Gesundheitsregulation und Prävention.
Nicht als pharmakologisches Allheilmittel, sondern als systemisch wirksamer Unterstützer physiologischer Balance.




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