Futtermittelunverträglichkeit beim Hund – steckt wirklich immer das Huhn dahinter?
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- 30. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Mein Hund hat eine Unverträglichkeit - ist das wirklich wahr ?

Viele Hundehalter hören früher oder später den Satz:
"Ihr Hund verträgt Huhn nicht."
Juckreiz, Kratzen, Ohrenprobleme oder Magen-Darm-Beschwerden werden häufig sofort einer vermeintlichen Futtermittelunverträglichkeit zugeschrieben. Doch ist wirklich das Huhn die Ursache?
In meiner tiertherapeutischen Praxis zeigt sich immer wieder ein anderes Bild.
Futtermittelunverträglichkeit oder ein belasteter Darm?
Ein gereizter Darm und ein dauerhaft belasteter Stoffwechsel können dazu führen, dass Hunde auf Futtermittel empfindlich reagieren.
Oft wird dann vorschnell eine Allergie vermutet, obwohl der Organismus insgesamt Unterstützung benötigt.
Deshalb betrachte ich nie nur das Futter, sondern immer den gesamten Hund.
Praxisfall Ruby
Ruby wurde mir vorgestellt, weil sie sich seit langer Zeit kratzte und nur sehr mäkelig frass.
Seit dem Welpenalter bestand der Verdacht auf eine Hühnerallergie.
Gemeinsam mit der Besitzerin entschieden wir uns für einen ganzheitlichen Weg.
Wir bauten die Darmgesundheit auf, stellten die Ernährung auf ein hochwertiges Fleischmenü um, führten ein ruhiges Fütterungsritual ein und reduzierten unnötige Belastungen.
Obwohl Huhn zuvor als Auslöser vermutet wurde, verträgt Ruby das Fleisch heute problemlos.
Bereits nach wenigen Wochen zeigte sich:
- deutlich weniger Kratzen
- besseres Fressverhalten
- mehr Ruhe rund um die Fütterung
Warum ich keine vorschnellen Diagnosen stelle
Natürlich gibt es Hunde mit echten Allergien.
In meiner Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass Beschwerden häufig komplexer sind.
Deshalb verspreche ich keine Wunder und keine Patentrezepte.
Jeder Hund wird individuell betrachtet.
Mein Fazit
Eine Futtermittelunverträglichkeit beim Hund sollte immer ganzheitlich betrachtet werden.
Nicht selten lohnt es sich, den Darm, den Stoffwechsel, die Ernährung und mögliche Belastungen gemeinsam anzuschauen, bevor einzelne Fleischsorten dauerhaft ausgeschlossen werden.
Wenn Du unsicher bist, begleite ich Dich und Deinen Hund gerne dabei, die Ursachen Schritt für Schritt einzuordnen und einen individuellen Weg zu finden.






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